Herzlich willkommen!

 

Hier möchte ich Ihnen eine kleine Auswahl von Grenzsteinen vorstellen, welche meine Frau und ich im Zuge der kreisweiten Kleindenkmalerfassung ab 2012 registriert haben.

 

Von den circa 600 erfassten Grenzsteinen auf den Markungen Oberndorf mit Stadtteilen, Fluorn-Winzeln und Lackendorf, sind leider nur noch ein geringer Anteil der Steine recht gut erhalten.

 

Allerdings würde es sich sicher lohnen, den einen oder anderen Grenzstein einmal restaurieren zu lassen, so z. B. den Dreiherrenstein zwischen Fluorn und Rötenberg...

 

Im März 2017 wurden viele Bereiche überarbeitet und neue Erklärungen hinzugefügt.

 

NEU: "Wissenswertes" und "Besondere Grenzsteine" - hier finden Sie viele Erläuterungen zu den Oberndorfer Grenzsteinen.

 

Besuchen Sie bitte auch meine Seite über Burgen und Ruinen im Kreis Rottweil:

http://www.burg-ruinen.de


Dreimärker Oberndorf / Beffendorf / Bösingen

Ältester Grenzstein im Landkreis Rottweil?

 

Auf dem hinten im Bild sichtbaren Grenzstein ist leider keine Inschrift mehr lesbar - dem Aussehen nach dürfte der Stein Anfang des 19. Jhdts. gesetzt worden sein und wurde von uns schon 2013 erfasst.

 

Allerdings fanden wir 2017 an einer Baumwurzel davor einen vermutlich älteren Grenzstein. Dieser wurde noch um 1930 von einem Oberndorfer mit der Jahreszahl 1515 ! beschrieben.


März 2017 - Oberndorf

 

Grenzstein mit A im Kreis (bzw. O) im Eichwald Nähe Markungsgrenze Oberndorf/Beffendorf nach Rodungsarbeiten gefunden.

 

In der Linie stehen eigentlich nur Grenzsteine mit württembergischer Hirschstange - es handelt sich hier um Staatswald. Vermutlich ist der Stein ein Überbleibsel aus der Zeit, als dieser Wald - vor der Säkularisation ab 1803 - noch Klosterbesitz war (Augustinerorden Oberndorf).

März 2017 - Oberndorf

 

Ein Beispiel wie die Übernahme klösterlichen bzw. kirchlichen Besitzes in staatliche Hand (hier Württemberg) funktionierte, zeigt der hier links abgebildete Grenzstein.

 

Über ein altes Wappen (Grundherr bis dato unbekannt) wurde einfach die württembergische Hirschstange eingemeiselt.



Januar 2017 - Bochingen

 

Im Gewann "Wellenhag" bei Bochingen, fanden wir diesen Stein mit V.E.

 

Abgegrenzt wurde hier ein Forstbesitz - vermutlich einer Privatperson. Um wen es sich hier gehandelt haben könnte, müssen weitere Nachforschungen zeigen.

 

Schreibweise und Form des Steines deuten auf das

19. Jahrhundert.


Stein verunstaltet 2016/2017

 

Dieser schöne Stein aus dem Jahr 1791 steht an der Markungsgrenze Bochingen/Harthausen auf dem Bauberg. Auf einer Seite ist noch das Wappen der Herren von Stain zu erkennen, den ehemaligen Lehensherren von Harthausen.

 

Noch vor ca. 1 Jahr, war dieser Stein nicht durch die rote Farbe verunstaltet und wurde vermutlich von einem privaten Waldbesitzer so zugerichtet.